Mein genealogisches Tagebuch
… oder Neudeutsch »ein Genealogie-Blog«
Allzu oft stolpert man in der Genealogie über Gegebenheiten, die die Forschung interessant und manchmal auch amüsant machen. Es sind also nicht immer nur die trockene Fakten oder Daten, die man einfach so verwaltet, sondern vielfach auch lebendige Erlebnisse und Geschichten von Personen, in die man einen tiefen Einblick in das Leben unserer Vorfahren bekommen kann.
Somit möchte ich hier einfach meine Erlebnisse und Besonderheiten im Zusammenhang mit meiner eigenen Familienforschung auflisten. Und vielleicht empfinden Sie es ebenso als Interessant und Wissenswert, so dass ich jetzt schon einmal viel Spaß beim Lesen wünschen möchte!
Eigentlich hatte ich für den Artikel noch andere Themen auf dem Tisch. Aber ein aktueller Geschichts-Podcast [1] hat mich jedoch zu diesem Thema gebracht, da mich der Podcast sehr bewegt hat. Insbesondere, da es sich um die Themen Machtübernahme der Nazis vor 1933 und einer Demokratie im Krisenmodus, in der sich Gewalt normalisiert, politische und wirtschaftliche Krisen den Alltag prägen sowie radikale Antworten immer attraktiver werden. Und in einer der Folge auch um deren nachträgliche Auswirkungen. Mit diesen Auswirkungen hatte ich auch im Zusammenhang mit meiner Ururgroßmutter väterlicherseits, Viktoria Rieger, bereits zu tun. Im letzten Teil des Podcasts Vor 33 [2] geht es genau darum und die unbeschreibliche Ähnlichkeit zur Geschichte meiner Vorfahrin ist erschreckend. Das war für mich quasi wie ein Flashback und das bisher irgendwie Verdrängte und unbekannte Welten kommen wieder ans Licht.
Es war so klar! Nachdem ich die Geiger-Familienchronik in der ersten Auflage eigentlich als abgeschlossen angesehen hatte, erhielt ich kurz danach den Hinweis einer Forscherkollegin, dass sie weitere Daten zur VIP-Linie habe. Zu zwei Familien fehlen mir noch einige Familienmitglieder. Außerdem taucht eine Emma Geiger auf, die ich ursprünglich einer anderen Familie zugeordnet hatte.
In der damaligen Ausgabe des Compgen-Newsletters vom Dezember 2003 hat meine Webseite den »Computergenealogie-Award« erhalten. Da dies eine der ersten Versionen meiner GEIGER.zähler-Webseite war – ich muss um das Jahr 2000 herum unter dieser URL mit der Publikation begonnen haben – ist vieles von dem, was damals dazu geschrieben wurde, mittlerweile so nicht mehr vorhanden. Aus statischen Webseiten mit JavaScript wurde eine dynamische Webseite mit entsprechendem Web-CMS. Viele Inhalte haben sich geändert und mittlerweile ist diese Webseite ausschließlich für das Thema »Genealogie« vorhanden.
Im Rahmen eines Vortrags bei meinem Ahnenforscherkreis Schorndorf habe ich mich vor fast einem halben Jahr mit dem Thema »Genealogie und KI« beschäftigt und auch einige Tests hierzu durchgeführt. Die Ergebnisse und Resultate dazu können in der entsprechenden Präsentation nachvollzogen werden und sind meiner Meinung nach gut dargestellt. Leider muss man aber sagen, dass das halbe Jahr ausgereicht hat, sodass die Ergebnisse fast alle null und nichtig sind. Die KI-Welt hat sich weitergedreht und macht meine Präsentation teilweise schon wieder obsolet. Ich muss sie wohl überarbeiten und neue Ergebnisse liefern.
Warum eigentlich nicht! Aber der Reihe nach: Ich werde jetzt keine neue Podcast-Serie starten. Eine kleine Spielerei im Zuge von Genealogie und KI (engl. AI) hat mich jedoch auf diese Idee gebracht. Es ist erstaunlich – oder vielmehr erschreckend? – welche brauchbaren Ergebnisse man damit schon heute, auch als Laie, erreichen kann. Vielleicht kann das eine oder andere Familientreffen dadurch bereichert werden oder das Interesse an der eigenen Familiengeschichte wird dadurch größer. Manchmal helfen Technik und IT durchaus weiter.
Nachdem ich jetzt Version 7 meiner Stammlinien-Grafik vorliegen habe, muss ich meine Familienchronik doch nochmals anpassen und um einen weiteren, neuen Familienzweig erweitern. Wobei es diesmal eher ein Auslagern eines schon bestehenden Astes aus der Darmsheimer Linie ist und wir den Ast als eigenständige Linie führen können. Somit ist die Überarbeitung doch recht schnell gemacht und ich kann den größten Teil einfach nur so übernehmen und entsprechend erweitern mit den neuen Daten und Erkenntnisse. Und meine Stammtafel ist wiederum um acht Personen angewachsen.





