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Hier ein paar praktische Tipps & Tricks, was Sie im Zuge einer GR 20-Begehung so alles beachten sollten – die aber bitte nur als Anregungen betrachtet werden sollten! PapiereFür Korsika reicht ein gültiger Reisepass oder Personalausweis. Es ist jedoch sinnvoll beides mitzunehmen, also Reisepass und Personalausweis. Somit können Sie problemlos weiterreisen, sollte Ihnen einer der beiden Ausweise abhanden kommen. Besonders empfehlenswert halte ich die Idee, neben Pass und Personalausweis auch noch Kopien von beiden mitzunehmen. Beim Diebstahl erleichtert das nicht nur die Arbeit der Polizei, sondern erspart auch viel Ärger – wer kennt schon seine Passnummer! Hinweis! Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Ausweise auch noch gültig sind!
FinanzenBitte nicht die gesamte Reisekasse in bar mit herumschleppen! Zwar gilt auch hier der Euro, aber bei Verlust haftet im Gegensatz zu Reiseschecks niemand. Also nur einen kleinen Teilbetrag in Euro mitnehmen, so dass Sie ein Überbrückungsbetrag haben, falls Sie zu einem Zeitpunkt ankommen, wo Wechselstuben, Banken etc. geschlossen haben. Für den Rest lassen Sie sich zu Hause Reiseschecks ausstellen. Achtung! Euroschecks sind ab 2003 nicht mehr gültig und werden EU-weit nicht mehr akzeptiert!
Im Zuge des Euros ist es natürlich jetzt auch möglich, überall per Bankkarte oder Kreditkarte von einem Geldautomat abzuheben. Beachten Sie aber bitte die entsprechenden Gebühren, die für diese Dienstleitungen von den Banken erhoben werden – die können durchaus nicht gering sein! Empfohlene Stückelung: ein Viertel des Reisegelds in bar, den Rest in Reiseschecks oder per Bankkarte am Geldautomat abheben. VersicherungDer normale Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse (Orts- oder Ersatz-Krankenkasse) wird in vielen Fällen ausreichen. Sie benötigen einzig und allein ein speziellen Anspruchsvorduck bzw. Auslandskrankenschein (E 111), den Sie bei Ihrer Krankenkasse anfordern können und den Sie unbedingt mit dabei haben müssen. Im Krankheitsfall können Sie mit dem ausgefüllten Formular entweder direkt zum Arzt gehen oder Sie bekommen damit bei der ausländischen Kasse Krankenscheine, mit denen Sie ambulant oder stationär behandelt werden können (je nach Land unterschiedlich, Infos bei der Krankenkasse). Kostenfrei werden Sie jedoch nur dann behandelt, wenn der Arzt der Krankenkasse angeschlossen ist (nachträgliche Kostenerstattung von Ihrer heimischen Krankenkasse, wie früher üblich, gibt es seit der 'Gesundheitsreform' in der damaligen BRD nicht mehr). Oft wird der Krankenschein auch trotz Abkommen nicht anerkannt (z. B. in Österreich, Frankreich und Italien häufig). Das bedeutet, in diesen Ländern werden Sie dann wie ein Privatpatient behandelt und werden auch entsprechend abkassiert! Schließen Sie deshalb am besten einen spezielle Urlaubsversicherung fürs Ausland ab, die Sie normalerweise recht günstig schon bekommen können und die sich meist auf einen bestimmten Zeitraum festlegen lassen (z. B. für vier Wochen). Auskunft über entsprechende Unternehmen bekommen Sie normalerweise bei jeder Krankenkasse oder im Reisebüro, ebenso bietet die ein oder andere Bank solche Versicherungen an! Auch bieten viele Versicherungsunternehmen auch zusätzlich noch Reisegepäck-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen an. AusrüstungVor allem »überflüssige« Klamotten und Kosmetika nehmen oft reichlich Platz und Gewicht ein. Überlegen Sie sich genau, was Sie mitnehmen wollen, packen dann aber nur die Hälfte ein (= alter Goldgräbertrick). Lieber ein Tubenwaschmittel mitnehmen und des Öfteren ein Waschtag einlegen. Beachtet Sie aber bitte, dass es möglichst umweltverträglich sein sollte! Wählen Sie nur strapazierfähige Kleidung (nicht zu abgewetzte) Kleidung aus, die den Wanderurlaub auch ohne morsch zu werden überstehen. Spreche da aus eigener Erfahrung! Die folgende Liste stellt ein Maximum dar, wen Sie mit weniger als 20 kg unterwegs sein wollen, halbieren Sie alles! So um die 13 kg (inkl. Zelt) ist eine gesunde Richtlinie und können Sie mit der Badezimmerwaage nachwiegen: Tipp! Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, sollten Sie sowieso das max. Gepäckgewicht von 20 kg nicht überschreiten, sonst dürfen Sie kräftig nachzahlen!
Achtung! Bei unserer GR 20-Tour hatten wir jeweils pro Person 20 kg mit dabei. Das Zelt wurde dabei auf beide verteilt. Der Rest ging als Handgepäck durch (Wanderstöcke, Isomatten, Trinkflaschen etc.).
- Kleidung: 3-4 T-Shirts, 5 Paar Socken, 4-5 Unterhosen, 1 kurze Hose, 2 lange Hosen, 1 Badehose, 1 Kopfbedeckung, 2 warme Pullover, 1 Regenjacke, 1 Fleece-Pulli (auch im Juni kann man noch auf Schnee treffen und die Nächte werden manchmal verdammt kalt), feste Schuhe (neben den Wanderschuhen), Badelatschen (gegen die Seeigel!) und die notwendige Wanderkleidung
Tipp! Legen Sie die nicht sofort benötigte Kleidung ganz nach unten in den Rucksack. Wind- und wetterfeste Kleidung möglichst schnell griffbereit im Rucksack verstauen!
- Sonstiges: Waschzeug, Zahnbürste/-pasta, Toilettenpapier, Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor – wie sind ja in den Bergen!), Sonnenbrille, Streichhölzer od. Feuerzeug, Schnur, ein paar Tüten, Taschenlampe, Notizbuch/Stift, Fotoapparat, Nähzeug, Reiseliteratur/Karten, Proviant, kleine Reiseapotheke, Reisewecker
- Papiere: Pass/Personalausweis, Auslandskrankenschein, Reiseschecks/EC-Karte/Kreditkarte
- Im Freien schlafen: doppelwandiges Zelt, warmer Schlafsack, evtl. zusätzlicher Unterlegmatte, Kochgeschirr, Essbesteck, Feldflaschen (= insgesamt für 2 Liter pro Kopf!), Rettungsdecke
Als einzig wahren Rucksacktyp kann ich nur einen ergonomischen Trekking- oder Tourenrucksack empfehlen. Alles andere können Sie vergessen. Zwar sind solche Rucksäcke meist etwas teurer und vom Packvolumen auch eher etwas kleiner – zum Bergwandern gibt es jedoch nichts Besseres! Und er sollte einen Hüftgürtel haben, damit Sie Ihre Schultermuskulatur beim Tragen entlasten. Mit den zahlreichen Gurtverstellmöglichkeiten sollten Sie sich am besten vor Reiseantritt vertraut machen – am besten mit einer kleinen Wanderung, dann gewöhnen Sie sich auch gleich an Ihre Wanderstiefel. Diese sollten generell immer vor Reiseantritt eingelaufen werden, sonst besteht die Gefahr, dass Sie sich Blasen zuziehen. Zum Packen selber: schwere Gegenstände nie ganz nach unten packen, ansonsten liegt der Schwerpunkt zu niedrig und Sie haben Probleme Ihr Gleichgewicht zu halten bzw. Sie werden Ihr Gewicht nach vorne verlagern müssen – und das kostet Kraft! Außerdem sollten Sie die schweren Gepäckstücke möglichst nahe am Rücken tragen. Passen Sie jedoch auf, dass keine scharfkantigen Sachen an der Rucksackwand scheuern können. Gegenstände die Sie sehr oft benötigen in die Außentaschen oder ganz nach oben. Wasserempfindliche Sachen in Plastiktüten stecken, denn Rucksäcke sind nur bedingt wasserdicht. Ein Gaskocher für die warme Verpflegung ist empfehlenswert. Auch auf dem GR 20 kann es ab und an recht kalt und zugig werden. Dann sind warme Mahlzeiten oder Getränke richtig gut. Für die Verpflegung sollten Sie möglichst auf leichte und lang haltbare Produkte zurück greifen. Auf unserer Liste standen unteranderem folgende Produkte als GR 20-Verpflegung zur Verfügung: - selbst gebackenes Vollkornbrot aus dem Holzofen; wenn möglich, noch Vakuum verpacken, dann sind sie länger haltbar und ziehen keine Feuchtigkeit
- Tütensuppen zum Anrühren, sowie Kraftbrühe in Würfeln
- Spaghetti mit Fertigsoßen, z. B. »Mirácoli« von Kraft
--> Verpackung weglassen, dann ist das ganze relativ handlich! - Hartkäse; möglichst kein Weichkäse, da dieser bei Wärme sein Fett austreibt und dann fast nicht mehr schmeckt!
- Hartwüste
- kleine Wurstbüchsen
- Gewürze, Salz, Pfeffer
- Als Knabbereien: Nüsse (»Studentenfutter«), Müsliriegel
Aber bitte nicht zu viel mitnehmen. Man kann unterwegs des Öfteren einmal einkaufen, so dass man seine Vorräte jederzeit auffrischen kann. Außerdem gibt es genug Ziegenkäse auf den Bergerien zu kaufen … Übernachten
Entweder direkt in den Refugen oder davor mit Zelt. Unterwegs nur an entsprechend ausgewiesenen Stellen campen; im Notfall aber auch wildes Campen erlaubt!
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